Schweizermeisterschaften, Ulrichen

1. Rang

5 km klassisch Einzelstart

Die Schweizermeister werden in zwei Rennen in Ulrichen gekürt: die Zeiten des Samstags- und Sonntagsrennen werden zusammengezählt und der Zeitschnellste ist Schweitermeister.

Die Strecke hier in Ulrichen/Goms hat mir extrem gut gepasst. Ich liebe es, wenn es streng ist, steile, lange Aufstiege und schnelle Abfahrten hat und man nur wenig stossen muss. Ich war sehr motiviert für dieses Rennen. Als Punktebeste konnte wieder als Letzte starten. Der Fokus auf das Rennen war gut und ich konnte mich ganz auf mich selbst konzentrieren. Ich bin einfach mein Rennen gelaufen, habe versucht die anderen einzuholen und immer Vollgas zu geben. Es machte sehr viel Spass auf dieser Strecke zu laufen. «let it be fun, not hard and pain.» dieser Satz schwirrte in meinem Kopf… er hat mit sehr geholfen. In jedem Anstieg pushte ich und versuchte mich in der Abfahrt klein zu machen. Estelle Darbellay konnte ich bereits nach der Hälfte der ersten Runde einholen und auch gleich stehen lassen. Ich habe nicht eine Sekunde gezögert, sondern bin immer voll auf Angriff gelaufen. Im Ziel war sehr zufrieden. Ohne meine Betreuer Daniel Ruckstuhl und Papa wäre das nicht möglich gewesen. Es hat wirklich Spass gemacht. In der Meisterschaftswertung hatte ich bei Halbzeit 40 sek. Vorsprung auf Ilaria Gruber.

5 km skating Einzelstart

Ich war viel nervöser als gestern. Es fiel mir schwerer den Focus zu finden, weil ich immer überlegte, wie viel 40 sek. sind, ob es möglich ist den Vorsprung doch noch zu verlieren und ich zweifelte ganz wenig an meinen Skating-Fähigkeiten, weil ich am Mittwoch nicht so ein gutes Gefühl hatte. Beim Aufwärmen waren diese Zweifel aber bald wieder weg. Ich freute mich wieder auf das Rennen und versuchte nochmals Estelle so schnell wie möglich zu holen. Ich lief locker und versuchte die Kräfte in den Beinen zu sparen. Die Aufsteige waren nochmals richtig geil. Ich fühlte mich kraftvoll und habe weit im 1/1 Schritt hinaufgezogen. Ich versuchte in den Abfahrten die Kurven schön rund zu fahren. In der letzten Runde war ich schon ziemlich kaputt. Es war schön wieder einmal den Puls zu fördern und obwohl man nicht mehr konnte, noch weiter ins Ziel zu kämpfen. Mit 6 Sekunden Rückstand wurde ich in der Tageswertung Zweite. In der Gesamtwertung reichte dies aber klar um mit 34 Sekunden Vorsprung Schweizermeisterin zu werden!

Anina Hutter, 20.–21.03.2021